Spiegel: "Macht das Internet doof?"

Wie Friedrich in seinem Artikel bereits schon schön beschrieben hat, musste sich der Spiegel seiner Meinung nach mal zum Thema Internet äußern. Herausgekommen ist dabei nicht sehr viel produktives. Es wird davon gesprochen, dass uns die neuen Technologien zu ihren Sklaven machen. Ursprünglich waren sie ja dazu gedacht uns das Leben einfacher zu machen.

Wohlmöglich, dass dies aber auch der springende Punkt ist. Das Leben wird so stark vereinfacht, dass es sich einfach besser und vor allem leichter online lebt. Man ist den bösen Blicken nicht mehr ausgesetzt, wenn man mal was verbockt hat oder auch dem traurigen Blicken der Leute, die an beleidigt oder gedemütigt hat. Die meisten „Flamer“ sind im richtigen Leben bestimmt nicht so wie sie Online sind.

Bestimmt ist es euch auch schonmal so ergangen, dass ihr in der Schule gesessen habt und einen Text fast eins zu eins wieder aufs Papier bringen musstet. Dabei werdet ihr euch dann gedacht haben „Hätte ich jetzt doch bloß Copy+Paste“, oder man hätte gerne die komfortable Suchfunktion um einen vorliegenden Text schnell nach Stichwörtern zu durchsuchen. Aber was ist jetzt besser? Es ist doch eigentlich positiv zu bewerten wenn einem solche Unannehmlichkeiten abgenommen werden, oder?

In dem Artikel wird zum größten Teil die Flut an Informationen kritisiert! Google wird als Beispiel herangezogen und es wird behauptet, dass der Mensch das intelligent Nachdenken verliert, da er sich nur noch darauf verlässt, was Google und co. ihm präsentieren. Aber man ehrlich, wer so dumm ist und allem blind vertraut, der hat es doch auch nicht anders verdient. Meiner Meinung nach ist durch Google vieles besser gewurden und für mich bleit sie (er, es) immer noch nur eine Suchmaschine, die Informationen nur sammeln und dem Menschen zur Verfügung stellen kann. Nicht mehr. Jeder muss selbst wissen was er damit macht. Passend dazu ist auch dieses Zitat:

Die Lektüre von Tolstois „Krieg und
Frieden“ sei ihm unmöglich geworden, er-
zählte ihm einer, mehr als drei, vier Ab-
sätze am Stück lesen sei nicht mehr drin,
nicht mal bei Blogs.

Vielleicht mal dran gedacht zum Arzt zu gehen? Man muss ja nicht alles auf das Internet schieben… Außerdem ist es doch jedem selbst überlassen wie er die neue Technik verwendet und wenn man bei sich selber negative Auswirkungen feststellt, dann soll man es halt lassen. Noch hat die Informationstechnik längst nicht alle Lebensbereiche für sich erobert!

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