Mirror's Edge (Spielecheck)

Nach einer Woche Gripperuhe melde ich mich wieder mit einem Mirror’s Edge Spielecheck!

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„Die Kante des Spiegels“ ist mal ein ganz anderes Spiel: EA war kreativ und hat den Sport „Pakour“ in ein Spiel gepackt. In Ego-Perspektive(!) rennt ihr über die Dächer einer namenlosen Stadt. Faith ist eine „Runnerin“, d.h. sie überbringt geheime Informationen in Koffern an Leute, möglichst ohne dass sie jemand entdeckt. Jedoch wird schnell klar, dass etwas faul ist: Jemand versucht Faith’s Schwester einen Mord anzuhängen. Das kann Faith natürlich nicht zulassen und versucht, etwas mit ihrem „Chef“ und ihrer Partnerin herauzufinden.

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Diese Leicht asiatisch angehauchte Dame ist Faith (Vorsicht: Bissig)

Das Spiel spielt sich genial: Mit einem Affenzahn über Dächer zu rasen ist mal was anderes, als dauernd Leute abzuschießen oder zu erschlagen. Zwar kann man auch hier mit Waffengewalt gegen seine Gegner vorgehen, doch da dies ziemlich unspektakulär ist, geht man lieber hin und haut sie mit einem Drop-Kick das Dach runter. Das macht mal Fun! Das Spiel wäre aber nur halb so gut, wenn es nicht in Ego-Perspektive zu spielen wäre. Ihr bekommt jede Bewegung mit, und haltet den Atem an, wenn ihr gerade von Dach fallt. Leider setzt man sich aber der Gefahr aus, Motion-Sickness zu bekommen. Was Motion-Sickness ist? Motion-Sickness bekommt ihr wenn das, was euer Auge sieht gar nicht zu dem passt, was ihr macht. Ihr seht also, dass ihr gerade 1000m in die Tiefe stürzt, während ihr ruhig auf der Couch hockt. Erfahrene Zocker haben nicht große Probleme damit (ich ^^), während Leute, die nicht so oft Ego-Spiele spielen, sehr anfällig sind (meine Schwester).

Spielerische Elemente

Die Steuerung ist sehr einfach und sollte auch Anfängern keine Probleme bereiten. Nimmt man dem Gegner die Waffe ab, kann man mit dieser schießen. Jedoch sind die Shooter Elemente so zurück, dass man nicht wirklich viel Reiz in einer Waffe findet. Meiner Meinung nach hätte man die Waffen ganz aus dem Spiel lassen können. Die Waffen- und Gegnervielfalt ist ziemlich groß. Von Schrotgwehr bis zum Sniper-Gewehr ist viel vertreten. Und ihr dürft u.A. Polizisten, Agenten, Fbi-Truppen und Wrestlern den Hintern versohlen.

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BAM! Mit euren heftigen Hieben und Tritten entwaffnet ihr Polizisten und gibt ihnen ordentlich eins auf die Mütze.

Die Umgebung wirkt trostlos passt aber toll zum Spiel. Der OST ist mir nicht besonders aufgefallen, war aber auch nicht nervig. Da ihr mit sehr vielen Teilen der Umgebung arbeiten könnt, habt ihr oft sehr viele Wege zum Ziel. Während Anfänger den sicheren Weg in zwei min nehmen, können sich erfahrene Spieler an gefährlichere Sachen wagen. Durch die leichte Steuerung könnt ihr einen gewaltigen Speed aufbauen. Und dann war da noch die Zeitlupe. Ihr könnt eine „Reaktionszeit“ einschalten, durch welche ihr einfach die nächsten 10 Sekunden in Zeitlupe spielt. Dadurch kann man leichter Waffen abnehmen, Sprünge timen, etc. Was ich damit gerne gemacht hab: Ich hab nach einer irren Sprungkombo und während eines Riesensprungs einfach mal die Zeitlupe eingeschaltet, weils einfach geil aussah^^. Da denkt man wie im Kino: OMG, schafft se jetzt den Sprung oder nicht?!?!?!  Solltet ihr euch mal verlaufen oder nicht wissen wo es weitergeht, keine Angst. Alle Gegenstände, Kräne, Brücken, etc. auf eurem Weg leuchtet knallrot. Es kann nützlich sein, wenn man nicht weiß wo es weitergeht, aber mir ging es so auf die Eier, da hab ich es ausgeschaltet. Ich fand es übrigens sehr toll von den Entwicklern, es ausschalten zu können.

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Der Weg ist ja total unauffällig makriert. Wer könnte schon denken, dass diese knallroten Sachen irgendwas anzeigen? … Also wirklich EA, so blöd sind wir auch nicht!

Neben dem Storymodus mit drei Schwierigkeitsgraden, gibt es noch einen Modus, bei dem ihr auf bekannten Karten zu roten Lichtern rennen müsst, und den SpeedRun-Modus. Bei diesem müsst ihr die selben Kapitel von der Story spielen, jedoch mit Zeitvorgabe, die manchmal so heftig ist, dass sie unmachbar ist.

Mirror’s Edge ist ein tolles Spiel, das mal ein ganz neues Genre schafft. Jedem, der gerne experimentelle Spiele zockt, lege ich dieses Spiel ans Herz. Das einzige, was man hätte besser machen könne, ist die Spieldauer. Ich war zeimlich enttäuscht, als ich nach drei Tagen schon fertig war. Aber tortzdem ein sehr gelungenes Spiel. Weiter so EA!

Dieses Spiel bekommt  die Note 2 von mir.

Diese Review ist von mir allein geschrieben und muss nicht jeder Meinung entsprechen.

[ratings] Hier bitte wieder bewerten.

An meine Leser:

Tut mir Leid, dass es diesmal so lange gedauert hat. Ich hatte die Woche Grippe und bin immer noch nicht ganz auskuriert, weswegen die Review nicht so umfangreich geworden ist.

Ich möchte euch mal bitten, auch mal eine Review zu schreiben, z.B. wollten ein paar Leute, dass ich eine Review zu Dawn of War schreibe. Leider habe ich dieses Spiel nicht. Das wäre doch für euch eine gute Gelegenheit einen Check über DoW zu schreiben.

Morgen werde ich eine kleine Review über ein Spiel schreiben, was mir sehr gefallen hat: World of Goo/Tower of Goo.

Bis dahin, machts gut.

Euer kriegerxy

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